Schockraum der Notaufnahme in Betrieb :  Der im Mai letzten Jahres fertiggestellte Schockraum ist jetzt richtig in Betrieb. Alle Schwerverletzten oder lebensgefährlich erkrankten Notfallpatienten werden dort versorgt. Nirgends auf der Welt funktionieren Notaufnahmen und Schockräume reibungslos. Auch in Zomba führen Fragen nach der Zuständigkeit zum Beispiel für das Auffüllen der Vorräte oder die Erstversorgung bestimmter Patientengruppen immer wieder zu Diskussionen. Den Klärungsprozeß zwischen den verschiedenen Beteiligten des malawischen Krankenhauses begleiten wir mit Verständnis und den Erfahrungen aus unseren Krankenhäusern, aber auch mit Neugier dafür,  was wir vielleicht von den malawischen Lösungen lernen können. Eine Schwester und ein Clinical Officer aus diesem Projekt waren bereits in Wolfsburg bei Bernadette Erdmann für 4 Wochen zu gast, für Anfang des neuen Jahres sind zwei weitere Besuche in Deutschland geplant, diesmal auch unter Einbeziehung des Leiters der internistischen Abteilung.

AUFBAU EINER INTENSIVSTATION
Dr. Olaf Bach aus Jena war 1995 im Rahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit als erster deutscher Chirurg am Zomba Hospital tätig. Er konnte das Spektrum der chirurgischen Operationen wesentlich erweitern. Zusätzlich bedurfte es aber auch einer besseren Überwachung der schwer kranken Patienten, da auf den normalen Krankenstationen pro Schicht nur eine Schwester für etwa 70 Patienten verfügbar war. Wir haben deshalb 1997 einen ersten Container mit dem für eine Intensivstation notwendigen Inventar nach Zomba geschickt und bemühen uns seitdem um Nachschub und besonders um die Ausbildung der dort tätigen Krankenschwestern, die stolz sind, auf „ihrer“ Intensivstation zu arbeiten.

Schaltstelle der neuen Intensivstation
Schaltstelle der neuen Intensivstation
Die neue Intensivstation gewährleistet eine optimalere Versorgung
Die neue Intensivstation gewährleistet eine optimalere Versorgung
Neue ICU (intensive care unit)
Neue ICU (intensive care unit)

BAU EINER NOTAUFNAHME

Jeden Tag passieren viele Unfälle in Malawi. Viele Patienten mit traumatologischen Krankheiten besuchen das Krankenhaus in Zomba. Eine Notaufnahme fehlt jedoch bisher im Zomba Hospital. Oft werden Patienten mit schweren Verletzungen erst auf den überfüllten Stationen notversorgt. Wir planen daher schrittweise eine Notaufnahme in Zomba aufzubauen. 2016 starteten wir den Bau enes Schockraums als erster Schirtt zur Rekonstruktion der Notaufahme. Der Bau ist nun abegschlossen. Nun muss noch der Betrieb darin organisiert werden, was die schwierigere Aufgabe werden könnte. Es gibt hierfür eine malawische Arbeitsgruppe. Im Herbst 2017 werden einige Vereinsmitglieder nach Zomba kommen und die Ausbildung in Erstversorgung und Schockraum-Management voranbringen.  

fertiggestellter Schockraum
fertiggestellter Schockraum